

Corpus Mysticum - Seelenbilder der Unendlichkeit
Das Werk drückt die Sehnsucht nach Tiefe, Urprung und Schönheit in unserer immer schneller und äußerlicher werdenden Welt aus. Der poetisch-meditative Film kreist aber auch um das Thema der sogenannten „Dunklen Nacht der Seele“, dem Schicksal eines Menschen, der mit seinem tieferen Sinn und seiner Individuation ringt. Die Geschichte wird fragmentarisch und mit filmischer Poesie erzählt. Der Film hält die Dinge in Spannung und Paradoxie und vertieft dadurch die mystische, spirituelle Erfahrung selbst.
Die nostalgische Bildsprache lässt einen Hauch vom alten Meister Tarkowski spüren und ein scharf gesprochener Monolog der Protagonistin direkt in die Kamera, erinnert ein wenig an den schwedischen Filmemacher Ingmar Bergmann. Dennoch ist die Filmsprache eine ganz eigene, so noch nie dagewesene und bei der Betrachtung bedarf es der Geistesgegenwart und der kontemplativen Haltung. Der Film ist also nichts für oberflächlichen, vordergründigen Kinospass mit Popcorn. Ganz im Gegenteil, er fordert tiefe Aufmerksamkeit und möchte den Zuschauer mitnehmen in den Ursprung und den Grund der eigenen Essenz. Daher führt er zurück zum Wesentlichen und ist vom Geiste her religiös. Der Film ist „modern“ und „zeitlos“ gleichermaßen und dreht sich um universell menschliche Themen. Er hat bereits in der Kategorie "Bester Kunstfilm" beim Mannheimer Kunst- und Filmfestival gewonnen und ist gerade im Finale des Moskau Metaphysics Filmfestival und Berlin Lift-Off Film Festival 2026.

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Der Film huldigt den taoistischen Philosophen und Poeten Zhuangzi und lässt ihn gleichzeitig durch die Bildsprache selbst sprechen. So hält der Film nicht nur das Sichtbare fest, sondern auch das, was einem durch den Wind entgegen rauscht, sich auf dem Wasser spiegelt, sich im Nebel verbirgt und sich im Licht und Schatten der alten Gassen und Tempel offenbart. Sehen Sie Bilder poetischer chinesischer Naturlandschaften, sowie Aufnahmen des alten chinesischen Dorfes Hongkun und dem heiligen buddhistischen Berg Jiuhuashan. Der Film ist ein Echo der Klänge aus früheren Zeiten und der schönen tiefen Poesie des alten China. Die im Nebel eingehüllten Tempel und Wälder, die alten Pagoden, die Bäche und chinesischen Holzhäuschen erzählen so viele Geschichten auch ohne zu sprechen und die gesprochenen Texte von Zhuangzi führen geistig ins Freie und Unendliche.
Zhuangzi argumentiert in Parabeln und Bildern mit einer brillanten dichterischen Meisterschaft. Bei Zhuangzi zeigt sich, dass das Denken im Grund seines Grundes Dichten sein kann und so leicht in die Herzen der Menschen dringt. Der Film ist Schwarz/Weiß und die Bilder erzeugen, zusammen mit chinesischen Musik, eine meditative Stimmung. Die Stimmung des Transzendenten entfaltete sich durch ein geheimnisvolles Auftauchen einer harmonische Ausgewogenheit der Gegensätze und so entstehen Bilder und Worte jenseits der Bilder und Worte.
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